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EPL – Evaluation der psychischen Leistungsfähigkeit
Arbeitsfähigkeit bei psychischer Belastung neu bewerten

von Andreas Herteux

Psychische Belastungen beeinflussen Arbeitsfähigkeit – doch in der Begutachtung und Praxis fehlt oft ein Verfahren, das klinisch sinnvoll, interdisziplinär anschlussfähig und arbeitsweltlich übersetzbar ist. EPL (Evaluation der psychischen Leistungsfähigkeit) bietet dafür ein strukturiertes Drei-Phasen-Modell: von der systematischen Exploration über die testpsychologische Vertiefung bis zur ärztlichen Validierung und gutachterlichen Schlussfolgerung.

Im Mittelpunkt steht nicht das Etikett, sondern die Funktion: Belastbarkeit, Kontextfaktoren und konkrete Anforderungen werden nachvollziehbar zusammengeführt. Das Buch liefert Prozesslogik, Ergebnisformate und Qualitätsprinzipien – für klarere Entscheidungen, bessere Anschlussplanung und mehr Transparenz für alle Beteiligten.

Erscheinungstermin: Juni 2026


Neuerscheinung

 

ISBN: 978-3948621551 (Print)

ISBN: 978-3948621568 (E-Book)

 

Langzeitarbeitslosigkeit ist eines der drängendsten sozialen Themen unserer Zeit. Kaum ein Bereich steht so sehr im Fokus politischer Debatten, in kaum ein anderes Feld fließen vergleichbar viele finanzielle Mittel – und doch bleibt der nachhaltige Erfolg seit Jahrzehnten aus.

Woran liegt das? Vielleicht daran, dass wir diese Menschen zu kennen glauben – in Wahrheit aber nur ihr Umfeld betrachten: Lebenslagen, Bildungsdaten, Gesundheitszustände. Wir analysieren das Können, aber nicht das Wollen.

Doch wer sind sie wirklich? Was bewegt sie? Was beeinflusst ihr Denken und Verhalten? Spielt Arbeit in ihrem Leben noch eine Rolle? Und was ist für sie eigentlich normal?

Dieses Buch wagt erstmals einen ganzheitlichen Blick – einen, der auch die innere Welt der Betroffenen und die tiefgreifende Prägung durch digitale Einflüsse mitdenkt.

Auf Basis eines der umfassendsten empirischen Zugänge der letzten Jahre entwickelt Andreas Herteux neue Kategorisierungen – und gelangt zu einem überraschenden Befund: Die vermeintlich homogene Gruppe ist in Wirklichkeit ein Mosaik unterschiedlicher Milieus – mit eigenen Denkmustern, eigenen Wegen, eigenen Ressourcen.

 

Herteux entwirft nicht nur eine neue wissenschaftliche Klassifikation, sondern schlägt einen Paradigmenwechsel vor: Weg von der Maßnahme – hin zu einem umfassenden Verständnis. Ein Verständnis, das anerkennt, dass heute viele Normalitätskonzepte gleichberechtigt nebeneinander existieren – und dass ein veraltetes Denken in korrigierbaren Normabweichungen an der Realität scheitern muss: bei der Langzeitarbeitslosigkeit ebenso wie im gesellschaftlichen Denken insgesamt.